Nächster Lauf Silvesterlauf
Kat. Züri Fit
am 12.12.2010
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11.04.2010 |
Bei optimalem Laufwetter und strahlendem Sonnenschein bin ich heute den Zürich Marathon in 03:27:35 gelaufen.

10 Minuten vor dem Start lief ich von zu Hause los und joggte gemütlich den einen Kilometer zur Startaufstellung. Dort konnte ich mich gerade noch zwischen den 03:15er und 03:30er Ballon quetschen und schon gings los. Dass ich einen guten Tag erwischt hatte merkte ich gleich, es lief richtig rund und ich musste immer wieder Tempo raus nehmen. Trotzdem lief ich die ersten 10 Kilometer entgegen allen Warnungen mit 4:45/km schneller als die geplante 4:50er Pace.
Nach 10 km dann der Schock, das Problem mit dem Bein setzte ein. Erst ein eingeschlafenes Gefühl im linken Fuss dann der müde Oberschenkel. Zu dem Zeitpunkt hätte ich keinen Fünfliber darauf gewettet, dass ich heute das Ziel sehen würde. Die Geschichte ging dann aber besser aus, als sie anfing. Bis KM 25 war’s wieder okay, dann fings wieder langsam an, wurde immer stärker und ging bis ins Ziel, trotz zwei drei kurzen Dehnpausen nicht mehr weg.

Glücklicherweise konnte ich die Pace trotzdem einigermassen halten. Den positiven Split 01:42 / 01:45 führe ich aber darauf zurück, denn Kraft und Energie hätten heute gereicht um das Tempo konstant durchzuziehen. Die Wand (wenn es denn eine war) spürte ich relativ früh, kurz vor KM 30. Nachher lief es wieder gut und ich konnte auf dem Weg zurück nach Zürich sogar kurze Zwischensprints einlegen, um Lücken vor mir zu schliessen und so nicht der teilweise starken Bise ausgesetzt zu sein.
Den grössten Teil des Laufes konnte ich so geniessen, mal den Bands zuwinken, mal ein Schwätzchen halten. Ich war richtig fröhlich, ..das tolle Wetter, die gute Stimmung entlang der Strasse. Und immer wieder meine Liebste, die mich insgesamt fünf mal am Strassenrand anfeuerte, die letzten beiden Male in Begleitung “der erweiterten Fangemeinde”. Danke an alle!

Zwischen KM 35 und 40 musste ich dann aber auch richtig anstrengend, das Bein wurde mühsamer, kurze Dehnpausen und eine deutlich langsamere 5 km Abschnittszeit waren die Folge. Nach dem Hauptbahnhof dann der Blick zurück und ich sah viel näher als erwartet den 03:30er Ballon. So musste ich trotz lahmem Bein noch etwas beschleunigen, was mir komischerweise auch gelang, denn bei jedem Schritt musste ich mich darauf konzentrieren, dass ich das linke Bein überhapt noch nach vorne brachte.
So erreichte ich schliesslich super zufrieden das Ziel. Herrlich!

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42.195 km Marathon in 03:27:35
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Tag X
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10.04.2010 |
Der Tag davor, morgen ist es nun also soweit. Eigentlich bin ich recht optimistisch, aber trotzdem ziemlich nervös. Die Sache mit dem Bein macht mir zu schaffen und ich bin nicht sicher wie sich die Erkältung diese Woche ausgewirkt hat.
Egal! Ich werde trotzdem versuchen mein Ziel zu erreichen und den Lauf unter 03:30:00 zu schaffen. Um dies zu erreichen, werde ich meine Pace einigermassen konstant zwischen 04:50/km und 04:55/km halten, so bleibt noch ein wenig Reserve für die Verpflegungsstände. Von der Website habe ich mir die GPS Daten der Strecke heruntergeladen und auf meiner Uhr gespeichert. So werde ich unterwegs immer sehen wie ich im Vergleich zum gesteckten Ziel liege.
Und sowieso, war meine Vorbereitung trotz des harten Winters wirklich gut. Die Vic-Prognose liegt theoretisch bei 03:20:36, die letzten Tage konnte ich mich gut erholen und ich bin immer noch fleissig am essen und trinken. Was soll da noch schief gehen? ..der 11. April 2010 kann kommen!
Wer mich anfeuern oder sich einfach überzeugen will, dass es mich auch wirklich gibt, der sieht mich ungeführ zu folgenden Zeiten an den erwähnten Orten:
| Zeit |
KM |
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Ort |
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| 08:33 |
Start |
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Hafen Enge |
| 08:38 |
1 |
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Bürkliplatz |
| 08:47 |
3 |
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Rennweg |
| 08:52 |
4 |
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Bellevue |
| 08:57 |
5 |
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Seefeld |
| 09:02 |
6 |
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Züri Horn |
| 09:11 |
8 |
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Bürkliplatz |
| 09:16 |
9 |
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Hafen Enge |
| 09:21 |
10 |
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Rentenanstalt |
| 09:26 |
11 |
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Bellevue |
| 09:36 |
13 |
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Tiefenbrunnen |
| 09:50 |
16 |
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Küsnacht Goldbach |
| 10:05 |
19 |
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Erlenbach |
| 10:34 |
25 |
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Meilen |
| 11:08 |
32 |
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Küsnacht |
| 11:27 |
36 |
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Tiefenbrunnen |
| 11:37 |
38 |
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Badi Uto-Quai |
| 11:42 |
39 |
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Paradeplatz |
| 11:47 |
40 |
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Globus |
| 11:52 |
41 |
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Talstr. / Paradeplatz |
| 11:58 |
Ziel |
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Hafen Enge |
…und da ich gehört habe, dass ich morgen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als einziger starten werde, haltet nach der Startnummer 4472, einer schwarzen Kappe, 3/4 Tight und vor allem nach einem leuchtgrünen T-Shirt Ausschau!
07.04.2010 |
So, die letzten drei von insgesamt 786 Trainingskilometern der unmittelbaren Marathonvorbereitung seit dem 03.01.2010 sind geschafft!
Nun heisst es ausruhen und die Speicher mit Kohlenhydraten füllen. Dazu hab ich heute schon mal den Küchenschrank mit folgenden Leckereien aufgefüllt:
- 2 Pack Vollreiswaffeln
- 1 Sack Willisauer Ringli
- 1 Sack Basler Läckerli
- 2 Pack Balisto Active
- 1 Sack getrocknete Aprikosen
- 2 Pack Knäckebrot
- 4 Bananen
- 1l Feldschlösschen Alkoholfrei
- 2l Rivella Rot
Ich wusste gar nicht mehr, dass Carboloading so viel Spass macht, ..mmmh!
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3 km Regeneration in 00:20:36, 65% HFmax
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noch 4 Tage
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06.04.2010 |
Es hat mich voll erwischt, starke Erkältung in Kombination mit dem üblichen Heuschnupfen den ich zu dieser Jahreszeit immer habe. Nicht gerade ideal, so 5 Tage vor einem Marathon. Doch es könnte schlimmer sein, angefangen hat’s am Samstag und wenn man davon ausgeht, dass eine Erkältung üblicherweise eine Woche dauert, sollte ich am Sonntag wieder fit sein.
Trotzdem konnte ich es heute nicht ganz sein lassen. “Mal schauen wie’s läuft, erst mal einlaufen”, dachte ich mir. Und wie’s so kommt absolvierte ich schliesslich doch die kurze Einheit im geplanten Marathontempo. Den Umständen enstsprechend lief es gar nicht schlecht. Betrachtet man jedoch die Herzfrequenz, die heute im Mittel bei vergleichbarem Tempo 18 Schläge(!) höher lag als am Sonntag über 15 km, so erübrigt sich jeglicher Kommentar. Okay es war heute deutlich wärmer und es hatte ein zwei kleine Steigungen drin, aber vernünftig war das ganz und gar nicht, ich weiss.
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5 km Marathon-Tempo @ 4:48/km, 91% HFmax
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noch 5 Tage
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04.04.2010 |
Die Lösung mit der Bandage war’s wohl doch nicht. Denn ohne lief es heute beim schnellen 15 km Longjog keineswegs besser. Im Gegenteil, die Ermüdung setzte bereits nach 10 km ein. Etwas besser wurde es erst, als ich ganz kurz anhielt und etwas dehnte, aber auch das war nur von kurzer Dauer. So werde ich keine 42 km laufen, wenn ich alle paar Meter anhalten muss, um den Oberschenkel zu dehnen.
Dazu kommt, dass ich mir eine Erkältung mit laufender Nase und kratzendem Hals geholt habe. Die Vorzeichen für Sonntag stehen somit leider alles andere als gut und meine Motivation ist so ziemlich auf dem Nullpunkt.
Dabei wäre ich eigentlich sehr gut in Form. Die 15 km lief ich heute schneller als die Vorgabe und fühlte mich relativ gut dabei und meine derzeitige Vic-Prognose steht bei 03:22:11!
…theoretisch.
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15.1 km in 01:14:07, 82 % HFmax
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noch 7 Tage
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31.03.2010 |
Heute, der erste Tag der Tapering Phase. Passend zum Motto stand gleich eine Regenerationseinheit auf dem Programm. Die Intervalle vom Vortag spürte ich dabei noch deutlich in den Beinen. Und da im Tapering oft weniger mehr ist, entschied ich mich für eine Bummeltour durch den Kreis 5. Eine gemütliche Runde im Schlendertempo, entlang der neu eröffneten Läden unter dem Eisenbahnvidadukt, vorbei am (seit gestern) höchsten Gebäude der Schweiz und zum ersten Mal über das Wipkinger Viadukt und zurück.
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11.0 km @ 7:03/km, 67% HFmax
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noch 11 Tage
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30.03.2010 |
Über Mittag; es standen drei lange Intervalle auf dem Prgramm, die letzte harte Einheit vor dem Tapering.
Ich also los, auf die Bahn. Die ersten beiden liefen gut. Beim Dritten dann plötzlich wieder das Problem mit dem Oberschenkel: Ein plötzliches Erschlaffen der Oberschenkelmuskeln und in der Folge eine äusserst komische Innenrotation des Fusses (der Fuss liess sich nur mit viel Mühe einigermassen gerade aufsetzen); Schmerzen keine.
Nach zwei sehr mühsamen Runden, eine Verzweiflungstat. Ich schmiss die Oberschenkelbandage weg, die ich seit letztem Herbst während langen und schnellen Einheiten trage. Und siehe da, die komische Verdrehung war sofort weg. Zwar war der Muskel immer noch müder als der Rechte, aber immerhin konnte ich wieder normal laufen. Irgendwie hatte die Bandage wohl auf einen Muskel gedrückt und dadurch die komische Stellung ausgelöst.
Es stellt sich mir nun die Frage, ob ich die Bandage am Marathon gleich ganz weg lassen soll. Mit der Folge, dass der Muskel evtl. noch schneller ermüdet. Oder soll ich sie tragen und dann einfach wegwerfen, wenn die Probleme einsetzen, so wie heute?
…wahrscheinlich lass ich das Ding zu Hause.
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3 x 3′600 m Intervalle @ 4:28/km, 4:33/km, 4:33/km, je 1′200 m Trabpause
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noch 12 Tage
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28.03.2010 |
Zwar bin ich heute gleich nach dem Aufstehen los, wegen der Zeitumstellung war es aber trotzdem bereits 11 Uhr. Glücklicherweise standen “nur” 22 km auf dem Programm und so blieb hinterher noch genügend Zeit fürs Brunchen und Zeitung lesen..
Und dank der Sommerzeit werd ich in Zukunft wieder öfter abends laufen können, wie zum Beispiel letzten Mittwoch vom Büro über Umwege nach Hause.
Feierabendlauf am Mittwoch
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22.1 km Longjog in 02:04:47
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noch 14 Tage
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21.03.2010 |
Es liegt eine harte Woche mit insgesamt 74 km hinter mir. Die Highlights, der Lauf am Dienstag, wo ich über 12.4 km mit 4:46/km sogar etwas unter dem geplanten Marathontempo lag. Oder zumindest unter dem Tempo, welches Vicsystem für mich plant, denn ich denke nicht, dass ich es so schnell angehen werde. Heute dann der letzte richtig lange Lauf, von Zürich nach Meilen und zurück, also auf der Marathonstrecke. Am Ende waren es 33 km mit einer Pace von 05:26/km. Auch hier habe ich am Schluss einen Kilometer angehängt, da die von Vic vorgegebenen drei Stunden noch nicht voll waren. Am Ende war ich zwar mächtig erschöpft aber zufrieden, denn Beschwerden hatte ich keine!
Wie bereits erwähnt ist nun der harte Teil meiner Marathonvorbereitung abgeschlossen. Es folgt eine Reduktionswoche mit “nur” 63 Wochenkilometern und einem “lockeren” Longjog über 22 km am Sonntag. Schliesslich noch ein paar Intervalle am darauffolgenden Dienstag und schon beginnt das Tapern.
19.03.2010 |
Kaum drei Tage Frühling und schon gehts los mit dem Niessen, wie jedes Jahr zu dieser Zeit.
Aber sonst ist super, Mittwoch und heute zwei sehr schöne frühlingshafte Läufe über Mittag. Heute in 3/4 und Langarm, dabei wäre sogar Kurz locker gegangen.
Bzgl. Marathon bin ich wieder optimistischer als vor einigen Tagen. Die Form stimmt. Den Tempolauf über 12.4 km am Dienstag hab ich z.B. gut weggesteckt und die Sache mit dem Muskel hat sich bisher nicht wiederholt. Trotzdem bleibt die Geschichte natürlich im Hinterkopf. Denn es wäre wirklich schade, wenn ich den Marathon wegen eines lahmen Beines nach 2/3 abbrechen müsste!
Aber was jammere ich? ..wollen wir mal optimistich sein! Nun noch der letzte grosse Test am Sonntag über ca. 32 km, gefolgt von einer Reduktionswoche und anschliessend gehts bereits los mit der Tapering-Phase. Mensch, irgendwie war doch gerade erst Weihnachten..
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